Luftdichtigkeitsprüfung von Gebäuden
(Blower-Door-Messung)


Flyer zum Thema:

BlowerDoor

BlowerDoor Plus

Grenzwerte, Stand 2012


Luftdichtigkeitsprüfungen werden ausgeführt um die Luftdichtigkeit von Gebäudehüllen oder Teilen davon gemäss der Norm SIA 180 "Wärme- und Feuchteschutz im Hochbau" sowie Norm EN 13829 2000 "Wärmetechnisches Verhalten von Gebäuden - Bestimmung der Luftdurchlässigkeit von Gebäuden- Differenzdruck-Verfahren" zu über prüfen.

Neu: ab 2007 

RI LU MI / Richtlinie für die Luftdurchlässigkeitsmessungen bei MINERGIE-Bauten.

Für Gebäude im Minergie-P oder Passivhausstandard ist eine Messung erforderlich. (das Minergie-P Reglement ist dabei zu beachten)

Für alle andern Gebäudearten ist eine Messung noch freiwillig


Funktionsschema

 

Wie funktioniert das?

Für die Messung der Luftdichtigkeit einer Wohnung oder eines Gebäudes wird ein Ventilator (Blower Door) luftdicht in die Öffnung einer Eingangs- oder Balkontüre eingebaut. Bei Ventilatorbetrieb und ge- schlossenen Fenster und Türen kann im Gebäude eine Druckdifferenz (Unter - oder Überdruck) zur Aussenluft erzeugt werden. Die Höhe der Druckdifferenz (ca. 10 bis 60 Pascal) ist über die Ventilatordrehzahl einstellbar. Der bei einer eingestellten Druckdifferenz geför- derte Luftstrom wird als Volumenstrom der Luftdurchlässigkeit bezeichnet.

Blower-Door-Messeinrichtung in Balkontüre Blower-Door-Messeinrichtung in Hauseingangstüre
     

Mit Unterdruck

Prüfen der Luftdichtigkeit durch Erzeugung von Unter- druck im Gebäude mit einem Gebläse, welches mit einem Spezialrahmen luftdicht in eine Tür- oder Fensteröffnung eingepasst wird.

 

Situation

 

   

Mit Verdampfer-Nebelmaschine

Durch einsetzen von unbedenklicher Nebelflüssigkeit für Mensch, Tier und aller Art von Wohnungseinrichtungen. Mit der Nebelmaschine können Leckstellen bei undichten Gebäudehüllen, Leckstellen bei Geruchs-Immissionen, Leckstellen bei offenen Leitungsführungen gefunden werden.

 

Nebelmaschine

 

   

Warum

Mögliche Luftundichtigkeiten in der Gebäudehülle und die damit verbundenen Zugerscheinungen und Wärmeverluste können festgestellt und mittels Räucherröhrli sichtbar gemacht werden. Die errechenbare Luftwechselrate n 50 zeigt, ob sich der stündliche Luftaustausch bei einem Differenzdruck von 50 Pascal in den Grenzwerten gemäss SIA Norm 180, Ausgabe 1988, Anhang 7 bewegt. (Neufassung 1999 mit hüllflächenbezogenem Wert V a, 4).

 

 

vor Sanierung

     

Wann

Ideal nach Fertigstellung der Gebäudehülle, jedoch vor Beginn des Innenausbaus. Zu diesem Zeitpunkt sind Nachbesserungen an Abdichtungen problemlos möglich. Zu Kontrollzwecken kann die Luftdichtigkeitsprüfung auch nach Fertigstellung einer Baute jederzeit nachgeholt werden.

 

nach Sanierung